Du als meine treue Leserin bist auf dem Weg in die Selbständigkeit oder machst dir Gedanken dazu. Vielleicht hast du das Thema auch schon mit Kolleginnen oder Freundinnen diskutiert.

Neben dem Standardsatz, der uns Frauen leider schon fast immer begleitet, „kann ich das, bin ich dem gewachsen?“ kommt häufig der nächste Zweifel „ist das nicht mit enorm viel Arbeit verbunden? Wie bringe ich das alles unter einen Hut Familie (oder Arbeit) und ein eigenes Geschäft?“. In diesem Zusammenhang kommt dir vermutlich der Titel dieses Artikel seltsam vor „Entspannt selbständig“ und das soll möglich sein?

Ok, ich habe bis jetzt noch nicht gesagt, dass das auch wirklich möglich ist. Die Blogparade von Simone Weissenbach zum Thema „Entspannt selbständig“ hat mich motiviert, dieser Frage nachzugehen.

Entspannt selbständig – ein Muss?
Oder ein Muss! 

Im ersten Moment war ich kurz davor zu sagen, dass entspannt und selbständig einfach nicht zusammenpassen, ausser vielleicht in wenigen Branchen oder bei einzelnen Personen. Nach einigen Überlegungen, was eigentlich die beiden Wörter genau bedeuten oder bedeuten können, sehe ich es anders. Wieso?

Die Bedeutung von selbständig

Selbständig ist,

  • wer etwas unabhängig oder eigenständig macht,
  • jemand der nicht von aussen gesteuert ist,
  • in seinen Handlungen frei ist und
  • nicht von anderen abhängig ist.

So die Definition von „selbständig“ gemäss Duden. Das alles tönt ja schon mal sehr entspannt. Findest du nicht auch?

Aber klar, das ist eine sehr allgemeine Definition von selbständig. Bei unserer Art von Selbständigkeit geht es ja eher um eine wirtschaftliche Selbständigkeit.
Wikipedia beschreibt das treffender: „Unter beruflicher Selbständigkeit versteht man eine wirtschaftliche Tätigkeit, die allein auf die Rechnung des Erwerbstätigen, nicht auf die Rechnung eines Arbeitgebers erfolgt. Beruflich selbständig ist auch, wer eine eigene Firma ohne Arbeitnehmer führt.“ Das tönt in meinen Ohren auch noch ganz entspannt oder ist jedenfalls nicht gezwungenermassen mit negativem Stress verbunden.

Du arbeitest zwar, wie viele immer schreiben, „selbst“ und „ständig“. Aber als deine eigene Chefin solltest du auch selber entscheiden können, was für dich „ständig“ heisst. Sind das 24 Stunden am Tag oder wie oft bei einer Teilzeit-Selbständigkeit eine begrenzte Anzahl Stunden in der Woche?

Was aber bedeutet entspannt genau?

Auch hier hilft uns der „Duden“ weiter. Entspannt heisst, und genau das ist m. E. der Punkt, „frei von psychischen Belastungen“.

Entspannt selbständig heisst in dem Fall nicht einen lockeren Job zu haben oder einen Job mit möglichst wenig Arbeitszeit auszuüben oder viel freie Zeit zu geniessen. Nach dieser Definition bedeutet „entspannt selbständig“, auf eigene Rechnung zu arbeiten, seine eigene Chefin zu sein und das ohne psychische Belastung.

Es gibt Ausnahmen

Sicher ist eine Selbständigkeit nicht immer entspannt. Es gibt immer wieder Situationen und Momente, die sehr angespannt sind:

  • Bekomme ich diesen Auftrag?
  • Reicht es diesen Monat um meine Rechnungen zu bezahlen?
  • Morgen ist die Deadline für ein wichtiges Kundenprojekt, das gibt eine Nachtschicht.
  • Und vieles mehr.

Trotz all dem ist es m. E. ein Muss, dass die Selbständigkeit meistens, entspannt, „frei von psychischen Belastungen“ sein sollte. Auch ich hatte schon Tage, an denen ich am liebsten alles hingeschmissen hätte, weil ich wegen eines nicht ganz einfachen Kunden eine schlaflose Nacht hinter mir hatte, und vor dem Telefon ein kleines psychisches Frack war oder mir einfach alles zu viel wurde. Aber genau solche Momente, sollten in deiner Selbständigkeit die Ausnahme sein.

Was wenn …

Ist deine Selbständigkeit über längere Zeit nicht mehr entspannt, empfehle ich dir „über die Bücher zu gehen“. Mach dir Gedanken, wo du das „Entspannt sein“ verloren hast:

  • Ist dir aus irgendeinem Grund dein Warum, deine Berufung, deine Leidenschaft für dein Business abhanden gekommen?
  • Kann es sein, dass du dir zu viel aufgeladen hast, du zu wenig nein gesagt hast, weil du hinter etwas „herjagst“?
  • Hast du dich als Person vor lauter Business verloren?
  • Bist du im Laufe der Zeit nachlässig geworden mit deiner Planung?

Ich, und ich hoffe dir geht es genauso, habe nicht den Weg der Selbständigkeit gewählt um im Hamsterrad zu drehen, um dauernd psychisch angespannt zu sein. Das darf, jedenfalls für mich, nicht sein. In dem Sinne bekenne ich mich ganz klar dazu, „entspannt selbständig“, ja definitiv!

Entspannt selbstständig – ein Muss! Du gibst den Takt vor.

Bildquelle: @ S.Kobold / fotolia.com

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