Erstarren ist jetzt keine Option

Wir alle sind gerade gefordert. Für einige ist der Einschnitt ganz erträglich und für andere bricht gefühlt gerade das Dach über dem Kopf zusammen. Je nachdem wie und in welcher Branche du arbeitest, haben die vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen grössere oder massivste Konsequenzen.

Leider passiert es in solchen Ausnahmesituationen oft, dass wir entweder erstarren und gar nichts mehr geht oder dass wir in eine «sinnlose» Hektik geraten, ganz nach dem Motto, Hauptsache wir tun etwas. Beides ist, wie du dir vorstellen kannst, nicht sehr zielführend.

Verschaffe dir zuerst den Überblick

Die beste Lösung ist jetzt, sich zuerst einen Überblick über die Situation zu verschaffen. Und ja, wenn du ein Business hast, heisst das sich spätestens jetzt mit deinen Zahlen auseinander zu setzen. Auch wenn es dir gerade den Bauch zusammenzieht, glaube mir, es hilft, wenn du mal alles schwarz auf weiss vor dir hast. So weißt du, was genau Sache ist (das kann je nachdem auch sehr beruhigend sein) und du kannst gezielt Schritte einleiten, ohne in diese Hastigkeit zu verfallen, die schlussendlich niemandem dient.

 

Kennst du deine Finanzielle Situation?

Was heisst das für dich und dein Business ganz konkret? Unsere Geschäfte sind alle einzigartig und sehr unterschiedlich. Auch sind nicht alle gleich von den eingeleiteten Massnahmen betroffen. Drum gibt es hier sicher nicht das «Allerweltsmittel». Möchtest du aber Klarheit über deine finanzielle Situation für die nächsten Wochen und Monate bekommen, dann empfehle ich dir, per sofort eine Liquiditätsplanung (Cash Flow Planung) in Angriff zu nehmen. Dazu sind die folgenden Schritte nötig:

In folgendem Link findest du ein einfaches Excel-File zum Download, das dich bei der Planung deiner Liquidität für die nächsten Wochen und Monate unterstützt. Du siehst so rasch, ab wann es eng wird.

  • Zähle all deine verfügbaren Beträge deiner Bankkonti und sonstige flüssige Mittel zusammen und trage diesen Betrag ins Excel-File ein.
  • Trage in die monatlichen Spalten all deine Einnahmen sowie deine Ausgaben ein. Den Eintrag machst du in dem Monat, in welchem das Geld reinkommt resp. wegfliesst.
    Achte bei den Einnahmen darauf, nur das einzutragen, was fix reinkommen wird. Wenn du z.B. eine Offerte verschickt hast, ist das noch keine Einnahme. Hast du offene Rechnungen, so würde ich das in der momentanen Situation eher vorsichtig einplanen, d.h. besser die Zahlung einen Monat später einplanen.

Jetzt hast du eine klare Übersicht, wie es mit deinen Finanzen in den nächsten Wochen resp. Monaten aussieht. Darauf kannst du nun die nächsten Schritte aufbauen:

Prüfe wo du Handlungsspielraum hast. Gehe dazu jede Ausgaben-Position einzeln durch und denke kreativ. Am besten machst du das nicht vor deinem Computer. Am Schreibtisch sind wir oft blockiert in unserem Denken. Arbeite z.B. mit Post-its. Notiere je eine Position auf ein Post-it und schreib weitere Post-its mit Lösungsideen. Hänge das Ganze vor dir auf z.B. an einer Pinwand oder an einem Fenster. Das fördert das vernetzte Denken und so kommst du einfacher auf neue Ideen. Notiere dir alles was dir in den Sinn kommt, auch wenn es auf den ersten Blick «hirnrissig» erscheinen mag. Überlege dir auch nicht, wie du diese Idee in die Realität umsetzen kannst, das blockiert uns viel zu oft. Das «Wie» gehst du dann später an.  

 

Gehe nun deine Ausgaben-Positionen an:

  • Gibt es Sachen die du kurzfristig kündigen kannst?
  • Gibt es Sachen die du bestellt hast und wo du ev. von der Bestellung zurücktreten kannst?
  • Bezahlst du Abos, die du allenfalls vorläufig künden könntest?
  • Gibt es Möglichkeiten gewisse Ausgaben etwas weiter nach hinten zu schieben?

Schau dir anschliessend auch die Einnahmen-Seite an:

  • Siehst du Möglichkeiten, wie du mit kreativen, innovativen Ideen Umsatz generieren kannst.
  • Was genau brauchen deine Kunden gerade am meisten, was würde ihnen jetzt gerade dienen.
  • Kannst du allenfalls Sachen online verkaufen statt im Geschäft oder einen Teil deines Business online verlagern?
  • Könnte ein Lieferdienst ein Thema sein?

Wenn du soweit bist, geht es darum, ins Tun zu kommen. Prüfe nun all die Möglichkeiten, die du dir notiert hast und leite sie in die Wege. Starte mit den Positionen, die den grössten Impact haben.

Es ist durchaus möglich, dass die Massnahmen nicht ausreichen, um dein Minus zu decken. In dem Fall bist du aber vorbereitet und weißt, ab wann es kritisch wird und wieviel du überhaupt brauchen würdest, um die nächsten Wochen finanziell zu überstehen.

 

Nur wenn du weißt was Sache ist, kannst du auch hier aktiv werden.

Wie davor, gilt es erneut Ideen zu sammeln, die dir weiter helfen können:

  • Gibt es Menschen in deinem Umfeld, die dir z.B. ein zinsloses Darlehen geben könnten?
  • Ist allenfalls ein Erbvorbezug ein Thema?
  • Könnte ein Gespräch mit der Bank hilfreich sein (auch Banken beurteilen die Situation unter diesen Umständen anders)
  • Was sieht der Bund, der Kanton für Möglichkeiten vor.
  • Gibt es weitere Möglichkeiten? Alles ist gerade noch sehr frisch, aber ich bin überzeugt, da werden in den folgenden Tagen und Wochen noch weitere Türen geöffnet.
  • ….

Du bist erst dann vollumfänglich handlungsfähig, wenn du Klarheit über deine Ist-Situation hast. Nutze die Zeit, dir diese Klarheit zu schaffen, kreativ zu denken und ins Tun zu kommen. Bleib am Ball, sprich mit anderen, du bist im Moment nicht alleine mit dieser Situation.*

Ich wünsche dir von Herzen viel Vertrauen in dich und in die Zukunft und dass du all die kleinen Dinge im Alltag erkennst, die dein Herz erfreuen. Denk dran «Where Focus goes energy flows. “

Herzlichst,
Beatrice

 

* Stehst du gerade an, wie es weiter gehen soll und fühlst dich überfordert?

 

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